Der Weg zum Gleitschirmfliegen

I. Der Grundschein (L-Schein)

 

Einweisung und erste kleine Flüge am Übungshang mit gering-em Bodenabstand. Der Schüler erlernt die Grund-regeln des Gleitschirmfliegens. (Starten, Geradeaus- und Kurvenflug, sowie die Landung). Ein theoretischer Unterricht in den Fächern: Luftrecht, Meteorologie, Technik u. Verhalten in besonderen Fällen ist Bestandteil der Ausbildung. Die Ausrüstung wird gestellt! Kursdauer ca. fünf Tage, oder drei Wochenenden. Besonderheit: Ein Teil der praktischen Ausbildung kann in unserer Schule an der Schleppwinde erfolgen (nur für Gleitschirmausbildung).

II. Der eingeschränkte
Luftfahrerschein (A-Schein)

Der Schüler absolviert ca. 40 Flüge über 100 m und über

400 m Höhendifferenz, sowie eine umfangreiche Theorie-ausbildung mit 20 Unterrichtsstunden. Die praktische Ausbildung kann zu einem Großteil an der Schleppwinde erfolgen. Im Rahmen der Ausbildung zum eingeschränkten LfS, fahren wir mit den Schülern mindestens einmal zurHöhenschulung (Flüge über 400 m) nach Österreich. Nach einer bestandenen theoretischen und praktischen Prüfung, bist Du im Besitz einer gültigen Pilotenlizenz und darfst auf fast allen zugelassenen Fluggeländen fliegen.


III. Der uneingeschränkte
Luftfahrerschein (B-Schein)

Dieser Schein ist eine Überlandflugberechtigung und erst dann notwendig, wenn Du Streckenflüge durchführen möchtest. Die Aus-bildung beinhaltet einen 20 stündigen Theorieunterricht in den Fächern Navigation, Luftrecht und Wetterkunde. Darüber hinaus müssen eine bestimmte Anzahl von Flügen und ein Überlandflug vom Piloten nachgewiesen werden. Der Nachweis erfolgt durch Eigenbestätigung der Flüge. Die Prüfung zum uneingeschr. LfS kann erst ein Jahr nach bestandener A-Scheinprüfung  abgelegt werden. In diesem Jahr kann der Pilot die notwendigen Flüge sammeln und die theoretische Ausbildung absolvieren .   

Die Höhenschulung mit dem eingeschränkten Luftfahrerschein

Die Höhenschulung findet in der Regel in Österreich (Zillertal) statt. Es werden im Rahmen der Ausbildung Flüge mit einer Höhen- differenz von ca. 400 m bis 1.400 m zwischen Start und Landung geflogen. Der Schüler erlernt hier das Fliegen unter alpinen Bedingungen. Die Schulung und Betreuung erfolgt immer mit zwei Fluglehrern und Funk. Es müssen min. Zehn Flüge mit 400 m Höhen-differenz geflogen werden. Das Fliegen in den Alpen bildet in der Regel den Höhepunkt der Ausbildung. Es kann mit Erreichen aller erforderlichen Flüge und absolvierter Theorie die Prüfung zum eingeschränkten Luftfahrerschein abgelegt werden.



Zusatzausbildungen

I. Windenschlepp-
startberechtigung

Du startest an einem Schleppseil, wie es auch die Segelflieger praktizieren. Die Ausbildung umfasst 20 Windenschleppstarts und eine theoretische Ausbildung. Der Pilot benötigt bei dieser Startart keinen Berg! Voraussetzung zum Beginn der Ausbildung ist der abgeschlos-sene Grundschein. Die Ausbildung beginnt mit einer theoretischen Einweisung. Anschließend wird der Pilot stufenweise, mit anfangs geringen Schlepphöhen bis hin zur vollen Aus-klinkhöhe, an das Fliegen am Seil gewöhnt. Es können so Flughöhen bis weit über 400 m erreicht werden. Der Winden-schlepp eignet sich hervorragend zum Fliegen im Flachland. Nach dem Ausklinken können Flugfiguren und Landeein-teilung, sowie das Fliegen im thermischen Aufwind erlernt werden. Nach der Landung muss der Pilot bei dieser Startart keinen Berg erneut erklimmen, denn er landet in der Regel direkt neben der Startstelle. Aus diesen Gründen bietet sich eine Einbindung der Windenschleppausbildung in die Aus-bildung zum LfS an. Flüge an der Winde können auf die Ausbildung zum LfS angerechnet werden.

II. Flugfunkausbildung

 

Zur Teilnahme am Flugfunkverkehr benötigst Du ein Funksprech-zeugnis. Es ist dann sinnvoll, wenn der Pilot auf Flugplätzen zusammen mit anderen Luftfahrzeugen , oder auf einem Streckenflug in Lufträumen fliegt, in denen der Flugfunk vorgeschrieben ist. Die Ausbildungs- dauer beträgt ca. 5 Stunden theoretischen Unterricht und findet in der Regel im Anschluss der  B-Theorie statt.